Medienfreiheit: Was nur die Amerikaner über den Irakkrieg hören.
Ich hatte das große Glück am 19.März, dem Tag an dem der Golfkrieg so richtig losbrach, in den USA einzutreffen und so durfte ich 7 Tage lang an der großen patriotischen Manifestation teilnehmen, welche in dieser großen Zeit das ganze Land ergreift. Hier ist er wahrlich noch spürbar, der alles überstrahlende Geist des unfehlbaren Vaterlandsglaubens. Hier erfüllen, dezent in patriotische Farben gekleidet, Grüppchen ur-amerikanischer Jugendlicher ihre eherne Pflicht an der Heimatfront und demonstrieren für die heldenhaften Soldaten, die in der Ferne ihren gerechten Kampf gegen das Böse austragen.

Doch wir müssen auch in dieser großen Zeit wachsam bleiben. Unermüdlich versuchen dunkle Lakaien des Reichs des Bösen den unausweichlichen Sieg der Freiheit zu verhindern. Wir kennen sie. Es sind Kommunisten, Anarchisten und Franzosen. Sie nutzen schamlos das Recht der Redefreiheit aus, zuletzt in San Francisco, um gegen unsere tapferen Helden an der Front zu demonstrieren. Doch die Behörden haben beherzt durchgegriffen, in nur 3 Stunden wurden 1.500 Aufwiegler festgenommen - wegen Verkehrsbehinderung. In Zukunft werden diese Winkelzüge nicht mehr notwendig sein. Der Bundesstaat Montana hat ein vorbildliches, rechtsstaatliches Zeichen gesetzt, das in der ganzen Union Schule machen sollte: seit 23. März gelten regierungsfeindliche Demonstrationen als Terrorismus und werden nach dem "Patriot-Act" mit der gebührenden Härte bestraft.
Gerade in dieser großen Zeit erhebt sich moralische Größe über sündige Niedertracht. Ganz Frankreich, zum Beispiel, geht mit dem Irakischen Diktator ins Bett, weil es um Geschäfte geht, weil die Franzosen auf Sadams Erdöl scharf sind. Sadam Hussein bombardiert seine eigenen Krankenhäuser, nur um es dann via französischer Presse dem US Oberkommando in die Schuhe zu schieben. Unsere Soldaten hingegen behalten immer mit einer weißen Weste, sie kämpfen mit gebundenen Händen um keinen Zivilisten zu verletzen. Ihr französischen Schmutzmedien: wann werdet Ihr endliche die Wahrheit berichten, wann werdet Ihr diese beeindruckenden Bilder des Pentagons zeigen, diese kalte Präzision unserer intelligenten Bomben, die furchtlosen Gesichter der Marines, die nur auf Ihren Marschbefehl warten.
Mache sagen ja, wir sollten in dieser großen Zeit die Samthandschuhe ablegen. Mache sagen, wir sollten der Irakischen Bevölkerung 48 Stunden geben, um Bagdad zu verlassen, und dann die Stadt zerbomben, bis sie dem Erdboden gleich ist. Wir haben die Mittel dazu, wir könnten das tun, also warum tun wir es nicht endlich?
Mehr ausgewogene Berichterstattung findest Du unter: Fox NEWS - the o'Reilly Factor (Ich empfehle besonders die Sendungsmitschriften vom 22.-25. März 2003 die Du dort Downloaden kannst.)